Quierschied

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Sicherheits-Info der Malteser

28.03.2012

Experten für Änderung der Alkoholgrenzwerte für Fahrradfahrer

UDV/DVR-Symposium „Sicherer Radverkehr“

Berlin, 23. März 2012 – Unfälle mit alkoholisierten Radfahrern nehmen dramatisch zu, der bisher geltende Grenzwert von 1,6 Promille Blutalkoholgehalt für die absolute Fahruntüchtigkeit darf daher keinen Bestand haben. Dafür sprachen sich etwa 150 Experten im Rahmen der gemeinsam vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) und Unfallforschung der Versicherer (UDV) in dieser Woche in Berlin durchgeführten Konferenz „Sicherer Radverkehr“ aus. Zudem sollte, wie für Kraftfahrzeuge auch, ein Ordnungswidrigkeitstatbestand eingeführt werden. Wissenschaftliche Untersuchungen sollen jetzt die Grenzwerte klären, die nach Meinung der Teilnehmer bei etwa 0,8 Promille für die Ordnungswidrigkeit und 1,1 Promille für die absolute Fahruntüchtigkeit liegen sollten. Was viele nicht wissen: Im Falle eines Unfalls können auch 0,3 Promille schon ein Straftatbestand sein.

Die Experten stellten zudem fest, dass die Planung des Radverkehrs in vielen Kommunen noch keinen mit dem Autoverkehr gleichen Rang habe. Es müsse mehr „von außen nach innen“ geplant werden, also zunächst der Flächenbedarf von Fußgänger- und Radverkehr ermittelt werden und nicht umgekehrt. Der Einrichtung von Zwei-Richtungen-Radwegen wurde, von begründeten Ausnahmen abgesehen, eine Absage erteilt. So genannte „Geisterradler“ seien schon jetzt ein Hauptunfallproblem, das die Planung nicht noch befördern dürfe. Insgesamt war sich die Konferenz einig, dass homogenere Geschwindigkeiten im Stadtverkehr nicht nur zu weniger Unfällen, sondern auch zu mehr Lebensqualität beitragen könnten. Die Einführung einer Regelgeschwindigkeit von 30 km/h innerorts soll deshalb ernsthaft geprüft werden.

Die Verkehrsdisziplin soll mit Kampagnen ohne erhobenen Zeigefinger gefördert werden. Ziel müsse die Einhaltung des Paragrafen 1 der Straßenverkehrsordnung (StVO) sein, der allen Verkehrsteilnehmern gegenseitige Vorsicht und Rücksicht gebietet. Die Polizei soll an Unfallschwerpunkten mit Radlern kontrollieren und insgesamt mehr Verstöße ahnden. Als einzig Erfolg versprechendes Instrument wurde dazu die Einrichtung von polizeilichen Fahrradstreifen gefordert.

Nicht verständigen konnten sich die Teilnehmer der Konferenz auf die Forderung nach einer Helmpflicht. Dazu seien noch normative und technische Fragen zu klären. Das freiwillige Tragen eines Fahrradhelms sei jedoch dringend zu empfehlen.

Ansprechpartner UDV: Siegfried Brockmann, Tel. 030/2020-5000, s.brockmann@gdv.de

Ansprechpartner DVR: Christian Kellner, Tel. 0228/40001-20, ckellner@dvr.de

Europäischer Tag der 112 am 11.02.

08.02.2012 

 

 

 

 

 

Malteser rufen dazu auf, Erste-Hilfe-Kenntnisse regelmäßig aufzufrischen

Europäischer Tag der 112 am 11.2.

Quierschied. Zum Europäischen Tag der Notrufnummer 112 am 11.2. starten die Malteser eine Erste-Hilfe-Initiative und laden Jung und Alt zu einem Erste-Hilfe-Kurs ein. „Leben zu retten beginnt damit, im Notfall den Rettungsdienst zu rufen“, sagt Stephan Wiegert, Leiter Ausbildung bei den Maltesern in Quierschied. Leider erlebt er, dass viele nicht einmal die Notrufnummer 112 kennen, geschweige denn wissen, welche Informationen die Retter benötigen, um schnell helfen zu können. „Wenn wir in unseren Erste-Hilfe-Kursen danach fragen, herrscht oftmals Schweigen“, sagt er.

„Die meisten Menschen sehen den Erste-Hilfe-Kurs als lästige Pflicht auf dem Weg zum Führerschein“, berichtet Stephan Wiegert und ergänzt: „Dabei gilt auch hier: Übung macht den Meister. Deshalb raten wir, die eigenen Kenntnisse alle zwei Jahre aufzufrischen.“

Als absolutes Muss betrachtet es Wiegert, die Notrufnummer 112 und die fünf W-Fragen zu kennen:

Was ist passiert?

Wo ist es geschehen?

Wie viele Menschen sind verletzt?

Welche Arten von Verletzungen?

Warten auf Rückfragen!

„All das können schon die Kleinsten spielerisch lernen“, weiß Wiegert. Für Kinder ab vier Jahren bieten die Malteser daher den Kurs „Abenteuer Helfer“ an, der sich auch für Projekttage in Kindergärten und Schulen eignet.

Wie laden sie gerne zur Erste Hilfe Auffrischung ein – auch zu Kursen für Gruppe und Verein oder spezielle Themen wie Kinderunfälle. Wir beraten und planen gerne mit ihnen bzw. ihrer Gruppe einen Kurs.
Weitere Infos bei:
Stephan Wiegert unter der Telefonnummer 06872-921885 oder per E-Mail info@malteser-quierschied.de.

Christlich und engagiert: Der Malteser Hilfsdienst setzt sich für Bedürftige ein. Hilfe für mehr als zwölf Millionen Menschen pro Jahr weltweit · 65.000 Engagierte in Haupt- und Ehrenamt · an mehr als 700 Orten · 1 Mio. Förderer und Mitglieder


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